Am ersten Maiwochenende, vom 3.-5.5.2013, lädt die Theater-
organisation „ImaginAction“ in die KAOS Kulturwerkstatt 
zum Workshop ein. In dem 3-tägigen Programm werden die 
Theaterkünstler und Aktionisten Hector Aristizábal und 
Alessia Cartoni mit den TeilnehmerInnen Grundkenntnisse 
in den Methoden des „Rainbow of Desire“ und „Cops in 
the head“ erarbeiten. Der Schwerpunkt liegt hier auf der 
Arbeit an einem selbst – eigene Wünsche zu erkunden und
sich mit unterdrückten Bedürfnissen zu konfrontieren. 

Alessia und Hector werden dafür Trommeln, Geschichten 
 und die Methoden von Augusto Boal („Theater der Unter-
drückten“) nutzen, um „das Unsichtbare sichtbar zu machen“ 
und uns in unserem wichtigsten menschlichen Kampf zu 
unterstützen: Der Kampf zu uns selbst zu finden.

Mithilfe der Methode von Augusto Boal ist es möglich, in Spiel und Dialog ernsthafte Themen zu behandeln. 
Theater mit seiner universellen Sprache wird als Mittel zur kritischen Auseinandersetzung genutzt. Es geht ums 
Analysieren und Darstellen, um aktiv zu reflektieren. „Theater der Unterdrückten“ hilft den TeilnehmerInnen 
eigene, alternative Lösungen für Probleme und Konflikte zu finden und in diesem Prozess bestärkt zu werden. 
Empowerment ist der Schlüssel – Menschen als Experten ihres eigenen Lebens zu sehen, die durch Forum Theater 
Veränderungen schaffen können.  Die Methode wird heute im Bereich des sozialen, politischen Aktivismus, zur 
Konfliktarbeit und im Therapiebereich eingesetzt.

Datum: 3.-5. Mai 2013, Freitag 17-21 Uhr, Samstag und Sonntag 10-18 Uhr
Ort: Kulturwerkstatt KAOS, Wasserstraße 18, 04177 Leipzig, 0341 4803841
Kosten: 170€/100€ ermäßigt und Leipzig-Pass
Anmeldung: alessiacartoni@gmail.com, nataliasanses@gmail.com
MORE INFO: www.imaginaction.org | Facebook: ImaginAction

Nightwind – Performance und partizipatorischer Workshop

Mit: Hector Aristizábal
Termin: 5.5.2013, 20.30 Uhr  
Eintritt: 5/4 (erm.) Euro 
Ort: Theatersaal der Kulturwerkstatt KAOS  
Weitere Infos: www.imaginaction.org  

Das Programm beginnt mit einer 30-minütigen Performance, die auf Hector Aristizábal’s wahrer Geschichte beruht. 
Er war im US-unterstützten Militärgefängnis in Kolumbien unter Arrest und wurde dort auch gefoltert. Nach 
seiner Entlassung erlebte er die Tötung vieler seiner Freunde. Im Exil in den USA unterstützten
seine Steuern 

den Irak-Krieg und das Blutvergießen in seinem Land. 1999, als Aristizábal’s Bruder von paramilitärischen 
Einheiten entführt und getötet wurde, erwachten seine Wut und der Wunsch nach gewalttätiger Rache. Dies nennt 
er „den inneren Terroristen“. 

Inspiriert von seinen kleinen Kindern fand er Wege, diese terroristische Energie in konstruktive Aktionen umzuleiten.  
Aristizábal’s bewegungsbasierte Performance wird zum Sprungbrett für das Publikum, um die wichtigen Themen
in ihrem eigenen Leben zu entdecken. Die Richtung des Workshops kann sich durch die Interessen und Wünsche des
Publikums ändern. Direkt nach der Performance lädt Hector das Publikum zu einer kurzen Meditation ein, 
die verschiedenen Emotionen, die durch das Theaterstück aufgeweckt wurden, hervorzubringen und zu thematisieren. 
Danach lädt er die Teilnehmer ein, mithilfe der Techniken des Theaters der Unterdrückten ihre Reaktionen 
bezüglich der Bilder von Folter auszudrücken und ihre eigenen Bilder als Antwort zu kreieren. 

Der Inhalt der Performance und die Szenarien führen oft zu Beschreibungen anderer Gewaltkreisläufe 
(familiäre Gewalt, gewalttätige Gangs) und zu Ideen, wie man diese unterbrechen kann.